Forschungs­projekte

2010 – 2013

Sicher­heits­ge­setz­gebung
Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung (BMBF)

2009 – 2012 

Priori­tä­ten­setzung bei Rettungs­maßnahme
Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung (BMBF)

2003 – 2006


Trans­fer­projekt: Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei II
Hans Böckler Stiftung (HBS)

2002 – 2003

Wissens-​Netzwerk Innere Sicherheit
Hans Böckler Stiftung (HBS)


2000 – 2002

Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei I
Hans Böckler Stiftung (HBS)


1999

Polizei und Sozial­wis­sen­schaften
Hans Böckler Stiftung (HBS)


1996 – 1998

Inter­es­sen­ver­mittlung
Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft (DFG)

Disser­ta­ti­ons­projekte

2003 – 2006
Innere Sicherheit und Technik­einsatz
Eigenmittel


Sicher­heits­ge­setz­gebung


durch­geführt am Lehrstuhl für Politik­wis­sen­schaft, Sicher­heits­for­schung und Sicher­heits­ma­nagement, Universität Witten/​Herdecke


Projekttitel:


Sicher­heits­ge­setz­gebung (Akronym: SIGG)im Mehrebenenvergleich


Projektgeber:


Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung (BMBF)


Projekt­laufzeit:


01. Juli 2010 – 30. Juni 2013


Projekt­leitung:


Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange


Projekt­mit­ar­beiter:

Wiss. Mitar­beiter

Dipl.-Soz.-Wiss. Jens Lanfer
 Dipl.-Pol. Astrid Bötticher
 Dipl.-Soz. Wiss. Nils Petersen

Stud. Mitar­beiter Amanda-​Rose Bailey
 Eva Schepp
 Fabian Rohde
 Jakob Klimczok
 Robin Gertz


Projek­tinhalt:


Projekt­be­schreibung und Ziele:

Die Projekt­gruppe SiGG, angeleitet durch Prof. Dr. Lange, erforscht die Sicher­heits­ge­setz­gebung als komplexen koope­rativen Vorgang der Optimierung unter­schied­licher Policys. Dabei wird die Funkti­onsweise von Gewal­ten­teilung, Legiti­ma­ti­ons­be­schaffung, Effek­tivität von Rechts­staat­lichkeit und demokra­tischer Kontrolle im Politikfeld “Innere Sicherheit” anhand von drei Fallbei­spielen analysiert. Die Fallbei­spiele lauten Video­über­wachung (bearbeitet von Jens Lanfer), Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wachung (von Astrid Bötticher) und biome­trische Kontroll­systeme (von Nils Petersen bearbeitet) und spiegeln die Gesetz­ge­bungs­prozesse auf Landesebene, Bundesebene sowie auf europäischer Ebene. Die Projekt­gruppe ist inter­dis­zi­plinär ausge­richtet. Sie arbeitet eng mit Rechts­wis­sen­schaftlern der Universität Bielefeld zusammen und hat Ihre arbeit im Oktober 2010 aufge­nommen, sie ist für drei Jahre einge­richtet. Die Projekt­mit­ar­beiter freuen sich in den kommenden Semestern eigene Seminare anzubieten.

Partner des Projekts:

Auftrags­partner:

  • Lehrstuhl für öffent­liches Recht, Staatslehre und Verfas­sungs­ge­schichte der Universität Bielefeld, vertreten durch Prof. Dr. Christoph Gusy

Kontakt­adresse:

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange
Universität Witten/​Herdecke
Fakultät für Kulturreflexion
Lehrstuhl für Politikwissenschaft,
Sicher­heits­for­schung und Sicherheitsmanagement

Alfred-​Herrhausen-​Straße 50
58448 Witten
Tel.: + 49 (0) 2302 926 – 814 (Sekretariat)
+ 49 (0) 2302 926 – 809 (Lange)
Fax.: + 49 (0) 2302 926 – 813

hans-​juergen.​lange@​uni-​wh.​de
politikwissenschaft@​uni-​wh.​de
www​.politik​wis​sen​schaft​-wh​.de

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Priori­tä­ten­setzung bei Rettungsmaßnahmen

durch­geführt am Lehrstuhl für Politik­wis­sen­schaft, Sicher­heits­for­schung und Sicher­heits­ma­nagement, Universität Witten/​Herdecke

Projekttitel:

Priori­tä­ten­setzung bei Sicher­heits­maß­nahmen (Akronym: Pri-​Kats)
Koordi­nation, Steuerung und Normen­bildung im deutschen Katastro­phen­schutz­system unter den Bedin­gungen von Großschadensereignissen 

Projektgeber:

Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projekt­laufzeit:

01. April 2009 – 31. März 2012

Projekt­leitung:

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange

Projekt­mit­ar­beiter:

Wiss. Mitar­beiter

Dipl.-Soz.-Wiss. Christian Endress
Dipl.-Soz.-Wiss. Jasmin Seiwert
Stud. Mitar­beiter
Mareen von Hammerstein
Leonard Schatt­schneider
Martin Feißt 


Projek­tinhalt:

Projekt­be­schreibung und Ziele:

Das Projekt­vorhaben »Priori­tä­ten­bildung bei Rettungs­maß­nahmen« beinhaltet zwei Schwer­punkte: Die verwaltungs- und organi­sa­ti­ons­ana­ly­tische Zielsetzung richtet sich darauf, die Zusam­men­arbeit, Koordi­nation und Steuerung der verschiedenen Behörden und Organi­sa­tionen von Bund, Ländern und Kommunen bei länder­über­grei­fenden Großscha­den­s­er­eig­nissen zu unter­suchen. Haupt­aufgaben sind, Schwach­punkte aufzu­zeigen, die Erfah­rungen, Positionen und Priori­tä­ten­set­zungen der betei­ligten Akteure zu erschließen und einzu­bringen sowie Lösungs­op­tionen zu entwickeln. Die rechts­wis­sen­schaftliche Zielsetzung als zweiter Schwerpunkt richtet sich auf die Prüfung unter­schied­licher Rechts­normen. Dabei geht es auch darum, ihre möglichen Kolli­sionen mit verfas­sungs­recht­lichen und verfah­rens­be­zogenen Prinzipien und Regelungen aufzu­ar­beiten. Insbe­sondere ist der Frage nachzugehen, nach welchen Verfah­rens­weisen und Normen entspre­chende Prioritäten für die Durch­führung von Rettungs­maß­nahmen festgelegt und umgesetzt werden sollen.

Partner des Projekts:

Auftrags­partner:

  • Lehrstuhl für öffent­liches Recht, Staatslehre und Verfas­sungs­ge­schichte der Universität Bielefeld, vertreten durch Prof. Dr. Christoph Gusy

Projekt­partner:

  • auf Bundesebene: Das General­se­kre­tariat des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
  • auf Landesebene: Die Behörde für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg

    Das Minis­terium des Inneren des Landes Sachsen-​Anhalt

  • auf kommunaler Ebene: Die Berufs­feu­erwehr der Stadt Frankfurt am Main

Kontakt­adresse:

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange
Universität Witten/​Herdecke
Fakultät für Kulturreflexion
Lehrstuhl für Politikwissenschaft,
Sicher­heits­for­schung und Sicherheitsmanagement

Alfred-​Herrhausen-​Straße 50
58448 Witten
Tel.: + 49 (0) 2302 926 – 814 (Sekretariat)
+ 49 (0) 2302 926 – 809 (Lange)
Fax.: + 49 (0) 2302 926 – 813

hans-​juergen.​lange@​uni-​wh.​de
politikwissenschaft@​uni-​wh.​de
www​.politik​wis​sen​schaft​-wh​.de

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Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei II

durch­geführt am Rhein-​Ruhr-​Institut für Sozial­for­schung und Politik­be­ratung (RISP) an der Universität Duisburg-​Essen

Projekttitel:

Trans­fer­projekt Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei.
Entwicklung eines Gestal­tungs­modells neuer Steue­rungs­ver­fahren in der eingrei­fenden Verwaltung
unter besonderer Berück­sich­tigung der Landes­polizei in NRW.

Projektgeber:

Hans Böckler Stiftung (HBS), Düsseldorf

Projekt­laufzeit:

01. Januar 2003 – 30. Juni 2006

Projekt­leitung:

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange

Projekt­mit­ar­beiter:

Wiss. Mitar­beiter

Dipl.-Soz.-Wiss. Jean-​Claude Schenck
Dipl.-Soz.-Wiss. Aline Wybranietz
Stud. Mitar­beiter Matthias Gasch
Katrin Prinzen (Januar 2003 – Juni 2005)
Jasmin Seiwert (seit Juni 2005)


Projek­tinhalt:

Problem­stellung:

Die Polizeien des Bundes und der Länder führen seit einigen Jahren Reformen durch, die unter dem Begriff des Neuen Steue­rungs­modells (NSM) zusam­men­gefasst werden können. Dabei zeigt sich, dass mit der Imple­men­tation große Probleme verbunden sind. Ausdruck dafür ist die bei den meisten Polizei­be­diensteten vorhandene starke Ablehnung der Reformen. Auch stellen sich die erhofften Effizienz- und Effek­ti­vi­täts­stei­ge­rungen nicht ein. Das Projekt wird Gestal­tungs­emp­feh­lungen entwickeln, indem es in Zusam­men­arbeit mit den Behörden, den Beschäf­tigten und ihren Inter­es­sen­ver­tre­tungen offen­sichtliche Schwach­punkte des Modells revidiert und eine polizei­ad­äquate Variante des NSM entwickelt.

Zielsetzung:

Das Projekt setzt sich zum Ziel, bundesweit gültige Gestaltungs- und Handlungs­emp­feh­lungen für die Imple­men­tation neuer Verwal­tungs­strukturen und Steue­rungs­ver­fahren innerhalb der Polizei zu entwickeln, die einerseits speziell den Bedin­gungen der eingrei­fenden Verwaltung, andererseits den Erfor­der­nissen einer den politischen Entscheidungs- und demokra­tischen Kontroll­pro­zessen adäquaten (koope­rativen) Staats­kon­zeption entsprechen. Die Ergebnisse des Trans­fer­pro­jektes tragen anwen­dungs­ori­entiert dazu bei, die Polizei auf die neuen Bedin­gungen des Verwal­tungs­handelns vorzubereiten.

Drei Projektziele liegen zugrunde:

1) Auf der Grundlage der abgeschlossenen analy­tischen Arbeiten des Forschungs­pro­jektes »Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei« (NSM I), werden die entspre­chenden Schluss­fol­ge­rungen konzep­tionell zusam­men­geführt. Hierbei geht es um die Erarbeitung der Rahmen­be­din­gungen für die Entwicklung eines revidierten NSM-​Modells (Projekt­pu­bli­kation: Lange, Hans-​Jürgen /​Schenck, Jean-​Claude: Polizei im koope­rativen Staat. Verwal­tungs­reform und Neue Steue­rungs­modelle in der Sicher­heits­ver­waltung, VS Verlag für Sozial­wis­sen­schaften, Wiesbaden, Mai 2004, 462 Seiten). Im Vordergrund der empirischen Analysen des NSM-​I-​Projektes haben die Imple­men­ta­ti­ons­prozesse in Nordrhein-​Westfalen gestanden.

2) Auf Basis der bekannten Defizite des bisherigen Modells wird ein den jeweiligen Bedin­gungen unter­schied­licher polizei­licher Tätig­keiten angemessenes Konzept entwickelt, um auf diese Weise einerseits die Akzep­tanz­probleme aufseiten der Polizei­be­schäf­tigten zu verringern, andererseits den verwaltungs- und steue­rungs­ori­en­tierten Belangen zu entsprechen. Um die Balance zwischen einem für die Organi­sation Polizei optimalem Konzept und den Interessen der Mitar­beiter zu finden, werden Perso­nal­ver­tre­tungen eng in den Prozess eingebunden.

3) Die analy­tische Quint­essenz des Forschungs­pro­jektes NSM I sowie die in dem Trans­fer­projekt zu erarbei­tenden Gestal­tungs­emp­feh­lungen werden in einem »Handbuch – Verwal­tungs­re­formen in der Polizei« zusam­men­geführt. Das Projekt hat zum Ziel, einen Transfer der Ergebnisse über die Polizei in NRW hinaus sicher­zu­stellen. Dafür werden die im Verlauf des Projektes gewonnen Gestal­tungs­emp­feh­lungen verall­ge­meinert, sodass inter­es­sierte Behörden im gesamten Bundes­gebiet auf eine Handlungshilfe bei der Imple­men­tation neuer Verwal­tungs­strukturen und Steue­rungs­ver­fahren zurück­greifen können.


Workshops:

Die Workshops des Trans­fer­pro­jektes dienen zum einen dazu, die bereits für NRW entwi­ckelten Empfeh­lungen zu verall­ge­meinern, sodass seine Übertragung auf andere Polizei­or­ga­ni­sa­tionen möglich wird. Zum anderen dienen sie aber auch der Sensi­bi­li­sierung der Experten hinsichtlich der Beson­der­heiten der Polizei als Eingriffs­ver­waltung, die oftmals, wie die NRW-​Ergebnisse bestätigen, nicht berück­sichtigt werden, und in der Folge zu Akzeptanz- und Umset­zungs­pro­blemen führen.

Mit Reform­ex­perten der Polizeien des Bundes und der Länder werden zu Kernele­menten der Polizei­re­formen Workshops durch­geführt, veran­staltet in Koope­ration mit der Hans Böckler Stiftung. Diese Workshops finden statt zu Themen­blöcken, die sich an den Elementen von NSM orien­tieren. Allen Veran­stal­tungen liegt eine gemeinsame Methodik zugrunde (siehe Kurzbe­richte 1 – 9).

1.) Einführung der Produkte bei den Polizeien des Bundes und der Länder, am 2./3. November 2004 in Stenden

Kurzbericht des 1. Workshops.

2.) Einführung von Zielver­ein­ba­rungen bei den Polizeien des Bundes und der Länder, am 6./7. Dezember 2004 in Stenden

Kurzbericht des 2. Workshops.

3.) Einführung der Budge­tierung bei den Polizeien des Bundes und der Länder, am 2./3. Februar 2005 in Stenden

Kurzbericht des 3. Workshops.

4.) Einführung von Controlling bei den Polizeien des Bundes und der Länder, am 2./3. März 2005 in Stenden

Kurzbericht des 4. Workshops.

5.) Einführung des Quali­täts­ma­nagements bei den Polizeien des Bundes und der Länder, am 9./10. Mai 2005 in Stenden

– Kurzbericht des 5. Workshops.

6.) »Organi­sa­ti­ons­ent­wicklung« am 10./11. Oktober 2005 in Stenden

Kurzbericht des 6. Workshops.

7.) »Perso­nal­ent­wicklung« am 07./08. November 2005 in Stenden

Kurzbericht des 7. Workshops.

8.) »Außen­be­zie­hungen«, am 05./06. Dezember 2005 in Stenden

Kurzbericht des 8. Workshops.

9.) »Die Zukunft der Neuen Steue­rungs­modelle in der Polizei«, am 26./27. Januar 2006 in Stenden

Kurzbericht des 9. Workshops.


Kontaktadresse:

Rhein-​Ruhr-​Institut (RISP)
FG polikon
Heinrich-​Lersch-​Str. 15
47057 Duisburg

Tel.: 0203933 14 61 (Büro)
Tel.: 0203933 14 63 (Lange)
Fax: 0203933 14 62 (Büro)
E-​Mail: NSM@​uni-​duisburg.​de

und in Marburg:

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange
Philipps-​Universität Marburg
Institut für Politikwissenschaft
Wilhelm-​Röpke-​Str. 6
35032 Marburg

E-​Mail: langeh@​staff.​uni-​marburg.​de
Internet: www​.Neue​-Steue​rungs​modelle​.de

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Wissens – Netzwerk innere Sicherheit 

Eine Einrichtung des Inter­dis­zi­plinären Arbeits­kreises innere Sicherheit (AKIS) und des GESIS-​Informationszentrums Bonn.

Die komplet­tierte Linksammlung »Netzwerk Innere Sicherheit« des Inter­dis­zi­plinären Arbeits­kreises Innere Sicherheit (AKIS) erweitert die Themen­do­ku­men­tation »Innere Sicherheit« des SOWIPORT, die das GESIS-​IZ zusammen mit dem AKIS einge­richtet hat. Das SOWIPORT bietet einen Online-​Zugriff auf wissen­schafts­re­levante Infor­ma­tionen und Dokumente. 

Die Themen­do­ku­men­tation »Innere Sicherheit« gliedert sich in fünf Breiche:

1) Politik der inneren Sicherheit

2) Ausge­wählte Handlungsfelder

3) Soziale Konstruktion der inneren Sicherheit

4) Bürger­rechte und innere Sicherheit

5) AKIS-​Links: Netzwerk innere Sicherheit 

Die Themen­do­ku­men­tation liefert aktuelle Infor­ma­tionen nicht nur für wissen­schaftlich inter­es­sierte Personen, sondern auch hilfreiches Material für Lehrer, Schüler und Studenten und wird regelmäßig aktualisiert. 

Das Netzwerk Innere Sicherheit informiert speziell über Insti­tu­tionen, Behörden, Verei­ni­gungen, Institute, Arbeits­kreise und Zeitschriften im Politikfeld Innere Sicherheit. Es wurde 2002 – 2003 mit Förderung der Hans Böckler Stiftung im Projekt Wissens-​Netzwerk Innere Sicherheit. Entwicklung eines Internet-​gestützten Infor­ma­ti­ons­ver­bundes im Forschungs- und Politikfeld Innere Sicherheit und Polizei von der Forschungs­gruppe polikon einge­richtet und gepflegt. Seit März 2007 wird das Netzwerk Innere Sicherheit in Koope­ration mit dem GESIS-​IZ Bonn weiter­ent­wickelt.


Zur AKIS-​Linksammlung: Netzwerk Innere Sicherheit

»AKIS-​Links: Netzwerk Innere Sicherheit« wird regelmäßig aktua­lisiert und ergänzt. Wir laden Sie dazu ein, mit weiteren Infor­ma­tionen und Links zu einem verbes­serten Überblick für den Forschungs­bereich Innere Sicherheit beizu­tragen. Hierbei behalten wir uns jedoch vor, über die Aufnahme dieser in unsere Liste nach eigenen Kriterien zu entscheiden.

Projekt­be­ar­beitung:

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange, Forschungs­gruppe polikon, Lehrstuhl Politik­wis­sen­schaft der Universität Witten/​Herdecke /​Rhein-​Ruhr-​Institut für Sozial­for­schung und Politik­be­ratung e.V. (RISP) an der Universität Duisburg-​Essen

Redak­tionelle Betreuung:

Jasmin Seiwert

Anschrift des AKIS

Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange
Rhein-​Ruhr-​Institut (RISP)
AKIS-​Geschäftsstelle
Heinrich-​Lersch-​Str. 15
47057 Duisburg
Tel.: 0203933 14 63 (Lange)
Tel.: 0203933 14 61 (Seiwert)
Fax: 0203933 14 62 (Büro)
E-​Mail:  hans-​juergen.​lange@​uni-​due.​de

www​.netzwerk​-innere​-sicherheit​.de

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Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei I

durch­geführt am Rhein-​Ruhr-​Institut für Sozial­for­schung und Politik­be­ratung (RISP) an der Universität Duisburg-​Essen

Projekttitel:

Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei.

Verän­de­rungen des Verhält­nisses von Politik, Verwaltung und Inter­es­sen­ver­mittlung im staat­lichen Verwal­tungs­re­form­prozess untersucht am Beispiel der Polizeien der Länder und des Bundes unter besonderer Berück­sich­tigung des Landes NRW.

Projektgeber:

Hans Böckler Stiftung (HBS), Düsseldorf

Projekt­laufzeit:

01. Mai 2000 – 30. September 2002

Projekt­leitung:

PD Dr. Hans-​Jürgen Lange

Projekt­mit­ar­beiter:

Wiss. Mitar­beiter

Dipl.-Soz.-Wiss. Jean-​Claude Schenck
Dipl.-Soz.-Wiss. Wolfgang Hüning
Stud. Mitar­beiter

Matthias Gasch
Aline Janotta
Jürgen Zinnel

Projek­tinhalt: 

a) Problem­stellung

Unter dem Begriff „Neues Steue­rungs­modell“ refor­mieren seit Anfang der 90er Jahre vor allem Kommunen ihre Verwal­tungen. Ziel dabei ist neben mehr Effizienz des Verwal­tungs­handelns vor allem auch eine größere Bürger­ori­en­tierung. Diese Reformen haben nun auch seit einigen Jahren die Polizei erfasst. Mehr Effizienz des Polizei­handelns und eine größere Orien­tierung an den Wünschen der Bürger soll dabei durch eine größere Selbstän­digkeit der mit dem Bürger in Kontakt stehenden Polizisten der Polizei­wachen erreicht werden. Diese sollen von ihrer nächst höheren Dienst­stelle nicht mehr detail­lierte Aufgaben zugewiesen bekommen, sondern vereinbaren Zielvorgaben, die sie in Eigen­ver­ant­wortung mit einem vorge­gebenen Budget erfüllen. Die Erreichung der Ziele wird dabei mit einem Controlling-​System, wie es in der Privat­wirt­schaft schon länger bekannt ist, überprüft. Dieses „neue“ Steuern der jeweils unter­ge­ordneten Dienst­stellen setzt sich dabei vom Innen­mi­nis­terium, über die Bezirks­re­gie­rungen, die Kreis­po­li­zei­be­hörden bis hin zu den Polizei­in­spek­tionen und Polizei­wachen fort, wobei die Ziele nach unten hin immer detail­lierter und konkreter werden. Beabsichtigt wird damit nicht nur eine Entlastung der überge­ordneten Dienst­stellen, sondern vor allem auch eine bessere Anpassung der Polizei­arbeit auf die jeweiligen örtlichen Gegeben­heiten. Unter­schiedliche Maßnahmen der einzelnen Polizei­be­hörden zur Erfüllung eines Zieles, z. B. des Ziels „mehr Verkehrs­si­cherheit“, werden damit nicht nur in Kauf genommen, sondern beabsichtigt.

Grafik 1: Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei I

Zum Vergrößern bitte die Graphik anklicken.

Druck­version der Graphik 1: Politische Steuerung über Ziele

b) Die Fragestellungen

Das Projekt unter­suchte die Auswir­kungen der Imple­men­tation Neuer Steue­rungs­modelle (NSM) auf politische Entscheidungs-​, Inter­es­sen­ver­mittlungs- und Konflikt­re­ge­lungs­ver­fahren innerhalb der hoheit­lichen Verwaltung, behandelt am Beispiel der Polizeien der Länder und des Bundes. Das Projekt setzte vier Schwerpunkte:

1. Das Projekt unter­suchte, inwieweit das NSM problem­adäquat auf Bereiche der hoheit­lichen Verwaltung, speziell der Polizei, übertragen werden kann. Im Vordergrund stand das Verhältnis von Politik und Verwaltung innerhalb der Polizei.

2. In Verbindung damit thema­ti­sierte die Studie, inwieweit sich das polizeiliche Handeln nach Außen verändert und Einfluss nimmt auf die Konflikt­ver­ar­bei­tungs­ka­pa­zitäten der Polizei sowie auf deren Einbindung in Konflikt­ver­ar­bei­tungs­netz­werken (Krimi­nal­prä­ventive Räte, Ordnungs­part­ner­schaften, Verhältnis zu privaten Sicher­heits­diensten u.a.).

3. Darauf aufbauend behandelte die Studie die Auswir­kungen der Imple­men­tation der NSM auf die Verfahren der Mitbe­stimmungs- und Betei­li­gungs­rechte der Polizei­be­schäf­tigten, insbe­sondere das korpo­ra­tis­tische Verhältnis zwischen Minis­te­ri­al­ver­waltung und Polizeigewerkschaften.

4. Auf der Grundlage der ersten drei Schwer­punkte erörterte die Studie die steuerungs- und demokra­ti­e­theo­re­tischen Folge­wir­kungen der Imple­men­tation der NSM in der Polizei, vor allem hinsichtlich der verän­derten Rolle parla­men­ta­rischer Entscheidungs- und Kontrollgremien.

Grafik 2: Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei I

Zum Vergrößern bitte die Graphik anklicken. 

Druck­version der Graphik 2: Zielsetzung und Frage­stellung des Projektes

c) Die Untersuchungsbereiche:

Das Leitbild des New Public Management (NPM) bzw. Neuen Steue­rungs­modells (NSM) legt in der deutschen Diskussion den Schwerpunkt auf die Reform der Binnen­or­ga­ni­sation der Verwaltung. Die Fragen des eigent­lichen Ziels staat­lichen Verwal­tungs­handelns, u.a. politisch steuernd auf die System­um­welten einzu­wirken, geraten dabei aus dem Blickfeld. Das Projekt hat die Angemes­senheit des NSM im Sinne einer politik­fel­dori­en­tierten Verwal­tungs­analyse anhand verschiedener polizei­licher Tätig­keits­be­reiche, so u. a. »Krimi­na­li­täts­be­kämpfung« und »Verkehrs­un­fall­be­kämpfung«, untersucht. Hierzu wurden entlang der vier Schwer­punkte einige Fallstudien durch­geführt: Wie kommen die Zielver­ein­ba­rungen in diesen Tätig­keits­feldern zustande, welche Verän­de­rungen gehen von diesem Instru­men­tarium aus für die interne Behör­den­struktur, inwieweit besteht für die Polizei­be­schäf­tigten eine tatsächliche Mitwir­kungs­mög­lichkeit am »Kontrakt­ma­nagement«, welche Konse­quenzen resul­tieren aus dem Zielver­ein­ba­rungs­ver­fahren für das tradierte System der Geset­zes­bindung polizei­lichen Handelns allgemein sowie der Rolle parla­men­ta­rischer Entscheidungs- und Kontroll­gremien speziell.

Die Frage­stel­lungen des Projektes wurden exemplarisch am Beispiel eines Bundes­landes, der Landes­polizei in NRW, vertieft. Im Rahmen des Forschungs­pro­jektes werden u. a. 140 Exper­ten­in­terviews und teilnehmende Beobach­tungen in den polizei­lichen und politischen Insti­tu­tionen des Politik­feldes durchgeführt.

Grafik 2: Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei I

Zum Vergrößern bitte die Graphik anklicken.

Druck­version der Graphik 3: Untersuchungsbereiche

d) Der Workshop in Walberberg:

Auf dem Vermitt­lungs­workshop wurden die Zwischen­er­gebnisse mit den betei­ligten Akteuren diskutiert und auf Gestal­tungs­op­tionen hin befragt. 

Der Workshop: Neue Steuerung in der Polizei. Auswir­kungen auf Organi­sa­ti­ons­handeln und Staats­kon­zeption wurde veran­staltet in Koope­ration mit der Hans Böckler Stiftung am 26./27. September 2001 in der Tagungs­stätte Walberberg bei Köln.

Weiter­führung des Projektes:

Trans­fer­projekt: Neue Steue­rungs­modelle in der Polizei II

Projekt­pu­bli­ka­tionen:

1. Aufsätze: siehe FG polikon: Publikationen

2. Lange, Hans-​Jürgen /​Schenck, Jean-​Claude: Polizei im koope­rativen Staat. Verwal­tungs­reform und Neue Steue­rungs­modelle in der Sicher­heits­ver­waltung, VS Verlag für Sozial­wis­sen­schaften, Wiesbaden, Mai 2004, 462 Seiten

Kontakt­adresse:

Rhein-​Ruhr-​Institut (RISP)
FG polikon
Heinrich-​Lersch-​Str. 15
47057 Duisburg
Tel.: 0203933 14 61 (Büro)
Tel.: 0203933 14 63 (Lange)
Fax: 0203933 14 62 (Büro)
E-​Mail:  NSM@​uni-​duisburg.​de

und in Marburg:
Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange
Philipps-​Universität Marburg
Institut für Politikwissenschaft
Wilhelm-​Röpke-​Str. 6
35032 Marburg
E-​Mail:  langeh@​staff.​uni-​marburg.​de

Internet: www​.Neue​-Steue​rungs​modelle​.de 

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Polizei und Sozialwissenschaften

durch­geführt am Institut für Politik­wis­sen­schaft der Philipps-​Universität Marburg

Projekttitel:

Polizei und Sozialwissenschaften.

Eine Vorstudie über den Stand der sozial­wis­sen­schaft­lichen Forschung zum Themen­bereich Polizei.

Projektgeber:

Hans Böckler Stiftung (HBS), Düsseldorf

Projektlaufzeit:
01. Juli 1999 – 31. Dezember 1999

Projekt­leitung:

PD Dr. Hans-​Jürgen Lange

Projekt­be­ar­beitung:

PD Dr. Hans-​Jürgen Lange
Dipl. Pol. Volker Mittendorf
unter Mitarbeit von German Feldmann (Stud. Mitarbeiter)

Projek­tinhalt:

Die Studie hat drei Ergebnisse erarbeitet:

1. In Form einer Biblio­graphie werden die sozial­wis­sen­schaft­lichen Arbeiten zum Themen­bereich Innere Sicherheit sowie insbe­sondere Polizei erfasst und aufbe­reitet. Der Begriff der Sozial­wis­sen­schaften wird hierbei in einem weiten Verständnis ausgelegt: er umfasst die Einzel­dis­zi­plinen der Politik­wis­sen­schaft, Soziologie, Krimi­nologie, Geschichts­wis­sen­schaft und Rechts­wis­sen­schaft, soweit letztere sich auf problem­ori­en­tierte Analysen bezieht, also nicht vorrangig Geset­zes­samm­lungen, polizei­rechtliche Geset­zes­kom­men­tie­rungen etc. beinhaltet. Die Biblio­graphie konzen­triert sich auf solche Literatur, die im deutsch­spra­chigen Raum publiziert worden ist bzw. auslän­dische Literatur, die die Polizei der Bundes­re­publik zum Gegenstand hat. Innerhalb einer jeden Disziplin nimmt die Biblio­graphie eine Unter­teilung nach den wichtigsten Themen­gruppen des jeweiligen Faches vor. Die Biblio­graphie enthält insgesamt 920 Datensätze.

2. Ein zweiter Schwerpunkt der Studie richtet sich darauf, die in den genannten Fächern vorhandenen wissen­schaft­lichen Forschungs­ver­ei­ni­gungen bzw. Arbeits­kreise zu erfassen. Im gleichen Maße, wie in den 90er Jahren die Forschung zur Polizei und Inneren Sicherheit sich inten­siviert hat, wird das Thema vereinzelt auch zum Gegenstand von wissen­schaft­lichen Fachta­gungen. In den einzelnen Wissen­schafts­ver­ei­ni­gungen organi­sieren sich erste Ad-​hoc-​Gruppen, die für das jeweilige Fach versuchen, die Forschung zu bündeln und zu syste­ma­ti­sieren. Die Studie ergänzt diese Angaben um eine Liste heraus­ra­gender Forschungs­in­stitute sowie der thematisch relevanten Fachzeitschriften.

3. Auf der Grundlage der Biblio­graphie und der Verzeichnisse der Arbeits­kreise, Institute und Fachzeit­schriften werden abschließend einige Perspektiven entwickelt, wie die Forschung zur Inneren Sicherheit stärker gebündelt und auf inter­dis­zi­plinär angelegte Forschungs­schwer­punkte ausge­richtet werden kann.

Der Studie lag eine anwen­dungs­ori­en­tierte Zielsetzung zugrunde. Die Ergebnisse werden einerseits den inter­es­sierten Wissen­schaftlern, andererseits den Akteuren im Politikfeld Innere Sicherheit zur Verfügung gestellt. Im Vordergrund stehen hier die Fachhoch­schulen und Polizei­schulen sowie die Weiter­bil­dungs­ein­rich­tungen der Minis­terien und Polizei­ge­werk­schaften. Die Studie soll dazu beitragen, den Akteuren aufzu­zeigen, dass es konkrete Arbeits­zu­sam­menhänge in den Sozial­wis­sen­schaften gibt, die sich auch unter anwen­dungs­ori­en­tierten Kriterien als relevant für die praxis­ori­en­tierten Frage­stel­lungen beispielsweise in der Weiter­bildung erweisen. Die Biblio­graphie und die Verzeichnisse der Arbeits­kreise, Institute und Fachzeit­schriften ermög­lichen einen inhalt­lichen Austausch innerhalb des Politik­feldes Innere Sicherheit zwischen den bislang weitgehend isoliert verlau­fenden Diskus­sionen in Wissen­schaft und Praxis. 

Projekt­pu­bli­kation:

Lange, Hans-​Jürgen: Polizei und Sozial­wis­sen­schaften. Eine Studie über den Stand der sozial­wis­sen­schaft­lichen Forschung zum Themen­bereich Polizei, Philipps-​Universität Marburg, März 2000, 89 Seiten (Studie ist vergriffen)

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Inter­es­sen­ver­mitt­lungs­prozesse

durch­geführt am Institut für Politik­wis­sen­schaft der Philipps-​Universität Marburg

Projekttitel:

Inter­es­sen­ver­mitt­lungs­prozesse im Politikfeld »Innere Sicherheit« untersucht am Beispiel des Politischen Systems des Landes Nordhein-​Westfalen.

Projektgeber:

Deutsche Forschungs­ge­mein­schaft (DFG)

Projekt­laufzeit:

01. Oktober 1996 – 30. September 1998

Projekt­be­ar­beitung:

Dr. Hans-​Jürgen Lange

Projekt­mit­ar­beiter:

Volker Mittendorf (Stud. Mitarbeiter)

Projek­tinhalt:

Die von der DFG bewil­ligten Projekt­mittel ergänzten das ebenfalls von der DFG gewährte Habilitationsstipendium.

Das Projekt unter­stützte die empirischen Auswer­tungs­ar­beiten im Rahmen der Habili­tation. Darüber hinaus wurden Literatur- und Daten­bank­re­cherchen zum Themenfeld durchgeführt.

Projekt­pu­bli­kation:

Lange, Hans-​Jürgen: Innere Sicherheit im Politischen System der Bundes­re­publik Deutschland, Leske+Budrich, Opladen 1999, 478 Seiten. 

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