Kurzbericht des 2. Workshops:

zum Thema: »Einführung von Zielver­ein­ba­rungen bei den Polizeien des Bundes und der Länder« am 6. und 7. Dezember 2004 in der Tagungs­stätte Stenden


Zielsetzung: 

Der mehrteiligen Worksho­preihe lag das gemeinsame Thema der Elemente der Neuen Steue­rungs­modelle zugrunde. Die Zielsetzung bestand darin, im Rahmen des Trans­fer­pro­jektes Neue Steue­rungs­modelle Gestal­tungs­emp­feh­lungen zu erarbeiten, welche von der heterogenen Aufga­ben­struktur der Polizei ausgehen. Das metho­dische Vorgehen hierbei: Im ersten Teil der jeweiligen Veran­staltung wurden die aus dem NSM I-​Projekt resul­tie­renden Probleme vorge­stellt und mittels einer Fehler­baumanalyse syste­matisch nach den Ursachen untersucht. Im zweiten Teil sollten Problem­lö­sungen eruiert werden. Hierbei wurde bei Auftreten mehrerer Lösungs­stra­tegien mittels Punkt­be­wer­tungs­ver­fahren die geeignete Lösung bestimmt. Die Workshops dienen zum einen dazu, die bereits für NRW entwi­ckelten Empfeh­lungen zu verall­ge­meinern, so dass eine Übertragung auf andere Polizei­or­ga­ni­sa­tionen möglich wird. Sie dienen zum anderen aber auch der Sensi­bi­li­sierung der Experten hinsichtlich der Beson­der­heiten der Polizei als Eingriffs­ver­waltung, die oftmals, wie die NRW-​Ergebnisse bestätigen, nicht berück­sichtigt werden, und in der Folge zu Akzeptanz- und Umset­zungs­pro­blemen führen.

Projekt­förderer:

Hans Böckler Stiftung

Durch­führung:

Forum: Staats- und Demokra­tie­reform am RISP Duisburg /​Trans­fer­projekt Neue Steue­rungs­modelle (Rhein-​Ruhr-​Institut Duisburg)

Veran­stal­tungsort:

Tagungs­stätte Stenden

Zeit:

6. und 7. Dezember 2004

Moderation:

  • Dipl.-Soz.-Wiss. Jean-​Claude Schenck (Rhein-​Ruhr-​Institut Duisburg
  • Prof. Dr. Hans-​Jürgen Lange (Universität Marburg /​Rhein-​Ruhr-​Institut Duisburg)

Organi­sation:

  • Matthias Gasch, Katrin Prinzen, Dipl.-Soz.-Wiss. Aline Wybranietz

Inhalt:

Thema des zweiten Workshops war die Einführung von Zielver­ein­ba­rungen bei den Polizeien des Bundes und der Länder. Im Vorfeld wurde eine schriftliche Befragung durchgeführt.

Zielver­ein­ba­rungen sind das Element des NSM, das am häufigsten umgesetzt ist. Allerdings kann es keinen „Königsweg“ für den Einsatz und die Umsetzung von Zielver­ein­ba­rungen geben, da diese auf die jeweilige Polizei­or­ga­ni­sation und den jeweiligen Bereich innerhalb dieser Organi­sation zugeschnitten sein müssen.

Vorteilhaft und nützlich sind Zielver­ein­ba­rungen für die Verbes­serung der Steue­rungs­mög­lich­keiten durch Vorge­setzte sowie für deren Durch­set­zungskraft gegenüber den Mitar­beitern, was vor allem dann der Fall ist, wenn die Mitar­beiter in die Zielver­ein­ba­rungen integriert werden können. Weitere positive Effekte von Zielver­ein­ba­rungen können eine bessere Arbeits­ko­or­di­nation zwischen unter­schied­lichen Einheiten sowie den Mitar­beitern innerhalb einer Einheit sein sowie dadurch bedingt, eine Steigerung der Effizienz und der Qualität der polizei­lichen Arbeit. Sie können eine Orien­tie­rungshilfe für die Arbeit sein, indem sie es den Vorge­setzten erlauben, Prioritäten zu setzten, Verant­wort­lich­keiten klar zuzuordnen und einen Überblick über das zur Verfügung stehende Potential geben. Gerade aber der letzte Punkt setzt voraus, dass die Arbeit messbar gemacht wird, ein Problem, dass sich bei allen Elementen der neuen Steue­rungs­modelle findet und gerade bei den polizei­lichen Aufgaben nur schwer zu lösen ist.

Programm­ablauf:

Dienstag, 6. Dezember 2004
Begrüßung, Vorstellung des Workshop-​Programms 
Block I
  • Anwen­dungs­gebiete von Zielvereinbarungen

Block II

  • Zielver­ein­ba­rungs­prozess
Mittwoch, 7. Dezember 2004

Block III

  • Zielum­setzung durch die Mitarbeiter
Block IV
  • Evalu­ierung der Zielvereinbarungen
Verab­schiedung, Resümee